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Alt 20.02.2018, 12:11   #1
ursa major
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Standard Das Microsoft-Dilemma

Ich möchte an dieser Stelle mal eine aktuelle TV-Reportage aus der ARD-Mediathek empfehlen: Das Microsoft-Dilemma. Sehr interessant und aufschlussreich.
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Alt 20.02.2018, 12:41   #2
Asmodis
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Bisher habe ich nur 5 Minuten gesehen aber ich muss schon sagen, hier wird Microsoft sehr viel Schuld an Dingen gegeben, die die Anwender (und in den ersten 5 Minuten eben vor allem die Behörden, um die es geht) selbst zu verantworten haben.

Es ist die Rede davon, dass durch die Verlagerung von Verwaltungssoftware in die Cloud nicht mehr garantiert ist, dass die gespeicherten Daten sicher sind - wer zwingt denn die Behörden zu dieser Verlagerung? Und wer zwingt überhaupt alle Behörden, Windows zu nutzen? Es stehen durchaus auch andere Optionen offen, siehe LiMux (wobei auch das nur halbherzig umgesetzt wurde und entsprechend schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt war). Der einzige Grund dafür ist doch nur Bequemlichkeit und "weil wir das schon immer so gemacht haben".
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Alt 20.02.2018, 12:49   #3
ursa major
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Naja, es ist schon auch die Rede davon, dass Microsoft massive Lobbyistenarbeit betreibt und in wettbewerbswidriger Weise Vertragskonditionen diktiert.
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Alt 20.02.2018, 12:59   #4
Asmodis
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Da wären wir aber wieder bei der Bequemlichkeit: Zu einem Vertragsabschluss gehören immer zwei Parteien - klar will Microsoft sein Produkt verkaufen. Der Käufer muss da aber noch lange nicht mitmachen. Und das Argument der Abhängigkeit will mir auch nicht so recht einleuchten: Wenn irgendeine Institution genügend Ressourcen hätte, eine eigene Lösung zu entwickeln, dann wären das ja wohl Staaten oder die EU. Da wäre dann auch wieder die notwendige Ausschreibung möglich.
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Alt 20.02.2018, 13:13   #5
ursa major
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OK, sicher ist man oft auch selbst schuld, wenn man über den Tisch gezogen wird. Das stelle ich ja auch nicht infrage. Und das tut auch die Reportage nicht. Es ist aber doch dennoch oder gerade deswegen interessant über das Gebaren so eines Konzerns, der faktisch nahezu eine Monopolstellung inne hat, und der Politik zu informieren. Zumal es ein systemrelevantes Thema ist, das enorme Gefahren birgt. Das mündige Handeln, das Du hier forderst, basiert ja letztlich auf Information. Worauf sonst?
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Alt 20.02.2018, 13:29   #6
Asmodis
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Ich stimme dir voll zu, dass es wichtig ist, über Alternativen und Probleme mit den genutzten Produkten zu informieren.
Ich habe nur oft ein Problem mit der Art, wie die Information in solchen Dokumentationen aufbereitet wird. Hier wird meines Erachtens viel zu sehr das böse, böse Microsoft kritisiert und deutlich zu wenig darauf eingegangen, welche Alternativen denn bestehen und warum diese nicht genutzt werden - im Münchner Fall etwa, um ein politisches Statement zu setzen (soweit ich das aus dem selbstgefälligen Grinsen des Interviewpartners richtig herausgelesen habe).

Etwas belustigend fand ich auch den Vergleich zwischen den beiden Dokumenten aus Word und LibreOffice - mehr XML in der Ausgabe = "mehr Platz zum Einschleusen von Computerviren"? Wirklich?

Edit: Ich bin jetzt gerade bei Minute 38 angekommen und kann dem Herrn von den Grünen voll zustimmen - das Interview direkt danach mit Andrus Ansip zeigt aber doch recht deutlich: Hier treffen Menschen Entscheidungen über IT-Infrastruktur, die in ihrem Leben noch nicht mehr an einem Computer getan haben, als den Anschaltknopf zu drücken und dann auf dem Desktop das Word-Icon doppelt zu klicken. Und wenn mal wie im Fall München ein guter Weg eingeschlagen wird, wird dieser mit dem nächsten Regierungswechsel wieder über den Haufen geschmissen. Und das ist meiner Meinung nach das eigentliche Problem. Dafür braucht es gar kein Microsoft
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Alt 20.02.2018, 13:47   #7
ursa major
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Naja, das "böse, böse Microsoft". Es wird ja mindestens ebenso stark auf die Politik abgezielt, die sich Microsoft gegenüber ertsaunlich kooperativ verhält und im Fall München sogar wieder von LINUX auf Windows umgestellt hat, obwohl es dafür offensichtlich keine rationalen Gründe gab, die das gerechtfertigt hätten, und dadurch hohe Kosten entstanden. Dass Windows ein bevorzugtes Ziel von kriminellen Hackern ist, dürfte sich doch eigentlich mittlerweile rumgesprochen haben. Beispiele für die Gefahren dieses Zustands, gerade bei Behörden und der öffentlichen Infrastruktur, werden in der Reportage ja auch genannt. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen verblüfft, dass ich in einem Open-Source-Forum mit einem Admin darüber diskutieren muss.
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Alt 20.02.2018, 14:01   #8
Asmodis
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Admin bin ich nicht, nur Moderator Ich bin grundsätzlich auch für OpenSource, deshalb bin ich ja auch hier im Forum unterwegs und versuche mich so gut es geht zu beteiligen. Was ich aber nicht mag, ist tendenziöse Berichterstattung - auch wenn sie wie in diesem Fall gegen einen großen Konzern geht. Mir geht es dabei vor allem auch um den Anfang der Reportage - imho wird da eher versucht, einen Krimi mit Microsoft als Bösewicht zu erzählen, als sinnvoll aufzuklären. Und das mag ich nicht besonders. Gegen Ende wird das deutlich besser, allerdings mit einigen Ausrutschern wie dem erwähnten Vergleich der Textdokumente.
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Alt 05.03.2018, 07:52   #9
silvio
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die Dame von der EU hat dass doch ganz treffend beschrieben: "Natürlich werden wir nach Ablauf des Vertrages wieder einen neuen mit M$ abschließen. Denn wenn wir das öffentlich ausschreiben gibt ja ohnehin nur M$ ein Angebot ab." Das ist doch das eigentliche Dilemma.
Die dt. Politik kann man diesbezüglich schon gleich gar nicht für voll nehmen. Da hat die Frau Merkel wohl Recht behalten dass das ja alles Neuland ist. Die bekommen es ja noch nicht mal auf die Reihe ihr "Regierungs-Netzwerk" abzusichern.
München ... naja. Wenn ich München und IT addiere erscheint mir jedes Mal das Wort Korruption vor meinem inneren Auge. M$ baut nen neuen Palast in das Kaff und schon wird eine erfolgreiche Umstellung auf Linux in die Tonne getreten zum Preis von zig Millionen. Das Beste daran ist dann die Begründung: weil der Herr OB zwei Tage auf sein Handy warten musste ... hört, hört.
Und schon ist man bei des Pudels Kern! Weil diese Herrschaften mit dem Geld der Steuerzahler nach Lust und Laune herum aasen können muss man sich nicht wundern wenn derlei Gehirndurchfall dabei heraus kommt. Wäre es deren Geld oder müssten die sich endlich mal verantworten für das Schindluder dass die treiben sähe es wohl gänzlich anders und vermutlich besser aus.
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Gruß, Silvio

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