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Alt 08.12.2006, 16:28   #1
lumpi
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Registriert seit: 16.08.2006
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Standard Ebenen (Grundlagentutorial)

Jedes (vernünftige) Bildbearbeitungsprogramm basiert auf das Arbeiten mit Ebenen und wie dieser ganze Zauber funktioniert, und was damit alles machbar ist, will ich anhand mehrere kleiner Beispiele erläutern:

Was sind Ebenen?

Diese Frage lässt sich am besten an einem kleinen Beispiel erklären.
Wir erstellen uns ein neues Bild mit den Maßen 500 mal 500 Pixel und setzen weiß als Hintergrundfarbe.
Dafür gehen wir im Gimp-Hauptmenü (1) auf den Reiter: Datei – Neu

Nun öffnet sich ein Menüfenster und wir stellen dort unter Bildgröße die Pixelzahl 500 für Höhe und Breite ein. Als Füllung wählen wir weiß.



Mit dem Button OK bestätigen wir es und es erscheint ein neues weißes Bild. Im Ebenen-Dialog (2) ist diese Ebene nun in Miniaturansicht unter der Bezeichnung „Hintergrund“ sichtbar.

Nun legen wir auf dieses Bild unsere erste neue durchsichtige Ebene.
Dazu klicken wir wir im Ebenen-Menü (2) mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Untermenü die Option Neue Ebene. Jetzt öffnet sich ein neuer Dialog und wir wählen „transparent“ als Farbe. Mit OK bestätigen.



Im Hauptbild (3) sehen wir nun überhaupt nichts, jedoch wird die neue Ebene im Ebenen-Dialog (2) als Miniaturansicht angezeigt. Man sieht sie unter der Bezeichnung „Neue Ebene“. Zusätzlich befindet sich über sie ein blauer Balken, der kennzeichnet, dass diese Ebene momentan aktiv ist. Das Augensymbol zeigt an, dass diese Ebene auch sichtbar ist.



Die Preisfrage ist nun: Wenn die Ebene nun im Ebenen-Dialog als sichtbar angezeigt wird, warum sehen wir dann nichts im Hauptbild?
Die Antwort ist ganz einfach: Die Ebene ist transparent, also durchsichtig. Es ist genauso als wenn man eine durchsichtige Folie über ein Bild legt. Guckt man senkrecht drauf, sieht man nur das Bild. Erst in der Seitenansicht wird sichtbar, dass dort eine Folie über den Bild liegt. Die Seitenansicht ist für uns der Ebenen-Dialog.

Nun suchen wir das Werkzeug für eine die rechteckige Auswahl im Gimp-Hauptdialog, klicken es an und gehen wieder in unser Bild. Zur Kontrolle noch ein Blick in das Ebenen-Menü in dem der blaue Balken uns anzeigt, dass die neue, transparente Ebene aktiv ist.
Wir ziehen nun mit der gedrückten linken Maustaste ein Rechteck in unserem Bildfenster. Sind wir mit der Größe zufrieden, lassen wir die Maustaste los und es erscheint eine gestrichelte Linie die sich bewegt. (Laufende Ameisen)



Nun wollen wir die Auswahl einfärben. Dazu nehmen wir uns das Füllwerkzeug und wählen uns eine Farbe aus. Wir klicken in das Farbfenster und es öffnet sich ein Farb-Dialog. Dort wählen wir eine rote Farbe aus. Anschließend gehen wir mit der Maus ins Hauptbild und klicken dort kurz an. Nun wird unser Auswahl gefüllt.



Im Menü des Hauptfensters wählen wir nun Auswahl – aufheben und setzen die Auswahl fest. Damit verschwinden auch die laufenden Ameisen und übrig bleibt ein rotes Rechteck.
Dieses Rechteck liegt auf einer neunen Ebene über den weißen Hintergrund. Wir können es jetzt nach Belieben hin und her schieben. Dazu wählen wir das Verschiebe-Werkzeug , überzeugen uns im Ebenen-Dialog, dass die Ebene auch aktiv ist (blauer Balken) gehen nun mit dem Rechteck in das Bild und schieben die Ebene hin und her.



Gleichzeitig sehen wir im Ebenen-Dialog die jeweilige Position unseres Rechteck. Dadurch, das wir das Rechteck auf eine neue Ebene gelegt haben, können wir es nun nach Belieben hin und herschieben, ohne dass der Untergrund mit verschoben wird.

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und eraschaffen uns eine neue, transparente Ebene, die über der Rechteck-Ebene liegt. Dazu gehen wir wieder in den Ebenendialog, klicken mit der rechten Maustaste an und wählen erneut die Option Neue Ebnen. Wir setzen im Dialogfenster die Farbe auf „transparent“ und geben dieser Ebene gleich einen neuen Namen. Wir benenne sie „blau“



Wie oben beschrieben, legen wir auf dieser Ebene ein neues Rechteck, dass wir mit blauer Farbe Füllen.



Wenn wir uns jetzt den Ebenen-Dialog betrachten, ist unser Bild folgendermaßen „gestapelt“:
Ganz unten liegt der weiße Hintergrund. Darüber liegt die rote Ebene und darüber die blaue Ebene. Rot und blau lassen sich nach Belieben ineinander Verschieben, ohne dass die jeweilige andere Ebene davon in Mitleidenschaft gezogen wird. (Um auf die Rot-Ebene zurückzukommen braucht ihr sie im Ebenen-Dialog nur anzuklicken. Der blaue Balken wandert dann nach unten, und die Ebene ist aktiv.)



Anwendungsbeispiele für Ebenen

Ebenen stapeln

In der Zwischenzeit habe ich mir eine neue Ebene Geschaffen und sie „gelb“ benannt. Wie das geht, ist oben bereits ausführlich beschrieben.



Momentan sieht unser Stapel wie folgt aus:
Hintergrund --> Rot-Ebene --> Blau-Ebene -->Gelb-Ebene

Nun wollen wir jedoch die Reihenfolge verändern.
Dazu setzen wir die Blau-Ebene aktiv (Mausklick – blauer Balken) und schieben sie mit den Pfeiltasten im Ebenen-Dialog ganz nach oben. Unser Stapel sieht jetzt so aus:
Hintergrund --> Rot-Ebene --> Gelb-Eben --> Blau-Ebene.
Gleichzeitig sehen wir, dass die Blau-Eben nun die Gelb-Ebene überdeckt.



Auf die Art und weise lassen sich alle Ebenen „herum schupsen“ und es gilt immer, dass die jeweils darüberlegende Ebene die jeweils darunterliegende Ebene überdeckt.
Das man mit der Pfeiltaste nach unten die jeweils aktive Ebene wieder absenkt, brauch ich nicht extra zu erwähnen. Oder?

Deckkraft der Ebenen ändern

Ich habe Meine Ebenen nun etwas verschoben, dass sie sich überlagern.
Mein Stapel sieht folgendermaßen aus:
Hintergrund --> Rot-Ebene --> Gelb-Ebene --> Blau-Ebene

Ich setze die Blau-Ebene aktiv und veränder mit dem Schieberegler die Deckkraft. Ich setze sie auf etwa 70 Prozent zurück. Nun wird die Blau-Ebene durchscheinend. Man erkennt deutlich Teile der Gelb-Ebene und der Rot Ebene.



So kann ich auf allen Ebenen die Deckkraft erhöhen und herabsetzen, die Ebenen verschieben und auch unterschiedlich stapeln.




Ebenen ausblenden

Mein Ebenenstapel sieht folgendermaßen aus:
Hintergrund --> Gelb-Ebene --> Blau-Ebene --> Rot Ebene



Aus irgendwelchen Gründen entscheide ich nun, dass die Blau-Ebene nicht mehr ins Bild passt. Daher blende ich sie kuzerhand aus. Dazu genügt ein Klick auf das Augensymbol und die Ebene wird unsichtbar. Mit einem erneuten Mausklick erscheint das Augensymbol erneut und die Ebene ist wieder sichtbar.




Ebenenmodi

Ich kann nicht nur die Deckkraft der einzelnen Ebenen verändern, sondern auch die Ebenen-Modi. Dazu setze ich eine beliebige Ebene aktiv und wähle im Ebene-Dialog zwischen den einzelnen Modi aus. Das muss man in Ruhe durchprobieren und sobald ich Zeit habe, schreibe ich auch ein Anfänger Tutorial zu dieser Problematik. Ich mache dehalb hier nur einen kurzen Screen, bei dem die Blau-Ebene auf dem Modus „Multiplikation“ gesetzt wurde.




Ebenen einzeln skalieren

Ich habe wieder mein Ausgangsbild:



Mein Ziel ist es nun, die Gelb-Ebene zu vergrößern, ohn das die anderen Ebenen davon betroffen sind. Dazu setze ich die Gelb-Ebene aktiv und wähle das Skalier-Werkzeug
Mit einem Klick im Hauptbild wird ein Gitter gesetzt. Ich ziehe dieses Gitter nun soweit hin und her, bis ich mit der Größe der Gelb-Ebene zufrieden bin. Im Skalier-Diealog (Achtung, er verscxhwindet während des Skalierens in die Task-Leiste) bestätige ich den Vorgang.



Hat alles geklappt, sieht meine Bild nun in etwa so aus.



So kann ich mit jeder Ebene verfahren und sie skalieren, ohne das die anderen Ebenen in Mitleidenschaft gezogen werden. (Es gibt viele Möglichkeiten, Ebenen zu skalieren. Ich habe nur eine herausgenommen)


Ebenen ineinander verankern

Zwischen dem Augensymbol und der Miniaturansicht im Ebenen-Dialog ist ein kleines Kästchen. Klicke ich es an, so erscheint dort ein Ketten-Symbol . Mit Hilfe dieser Kette, kann ich einzelne Ebenen miteinander verankern.

In meinem Beispiel sind die Blau-Ebene und die Gelb-Eben miteinander verbunden.



Wenn ich jetzt eine die Ebenen bewege, dann bewegt sich die jeweils andere Ebene automatisch mit, während die unverkettete Ebene in ihrer Lage bleibt. Umgekehrt ist es natürlich genauso.



Mit einem erneuten Klick auf das Kettensymbol verschwindet dieses und die Verbindung zwischen den Ebenen ist gelöst.


Ebenen löschen/ Ebenen zusammenfügen

Um eine ebene zu löschen, setze ich sie aktiv und klicke im Ebenendialog nur das Symbol für den Papierkorb an.



Das ist jedoch nur eine Variante. Eleganter geht es mit dem Kontextmenü im Ebenendialog. Dieses erreiche ich über die rechte Maustaste im Ebenen-Dialog. Dort finde ich dann den reiter Ebene löschen

In meinem Beispiel will ich nun die Gelb-Ebene und die Rot-Ebene zusammenfügen. Dazu blende ich die Blau-Ebene aus.



Mit einem Rechtsklick öffne ich das Kontextmenü im Ebenen-Dialog und klicke auf den Reiter sichtbare Ebnen vereinen



Nun haben sich Hintergrund-Ebene, Rot- Ebene und Gelb-Ebene miteinander verbunden, während die Blau-Ebene separat geblieben ist. Auf die Art und Weise kann ich mein Bild Stück für Stück zusammenfügen.


Ebenen sind die wichtigste Grundlage bei der Bildbearbeitung. Man braucht sie zum Freistellen, um Bilder miteinander zu verschmelzen und und und.
So richig spannend wird es allerdings erst bei einer Kombination mehrer Techniken, beispielsweise bei der Spielerei mit Ebenenmasken

lumpi
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"Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal."

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