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Alt 19.02.2019, 19:27   #1
o0Julia0o
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Frage Tool, welches weiße Ränder um Fotos einfügt?

hi, ich suche ein Tool, welches automatisch weiße Ränder(Größenvorgaben durch Benutzer) um Fotos hinzufügt.


Aber dieses automatisch. So wie IrfanView das kann als Batch/Stapelverarbeitung, da es viele Fotos sind. Ich sehe gerade, dass das mit Irfan-View auch geht: Rahmen hinzufügen.


Jetzt ist es so, dass die Fotos am Ende 9cm*13cm haben sollen. Jedoch kann ich keine cm-Angaben in Irfranview hinzufügen. Nur Pixel. Bei der Bildgröße, welche ich vorher mit Irfranview anpasse, kann ich noch cm angeben. Wie komme ich nun auf die richtigen Werte?



lieben Dank!


Julia

Geändert von o0Julia0o (19.02.2019 um 19:50 Uhr)
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Alt 20.02.2019, 12:42   #2
ursa major
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Hallo Julia!

Zunächst mal zu einer Verständnisfrage. Vielleicht weißt Du das schon, aber zur Sicherheit sage ich es nochmal, weil es wichtig ist. Ein digitales Bild hat nicht von sich aus automatisch eine feste Größe in Zentimetern oder Millimetern. Die Größe digitaler Bilder wird immer in Pixel waagerecht x Pixel senkrecht gerechnet. Pixel selbst haben keine feste Größe. Welche Größe Bilder in der physischen Ausgabe haben, hängt immer von der ihnen zugeordneten relativen Auflösung, also einem dritten Wert, ab. Dieser wird zumeist in ppi, also Pixel per Inch (Zoll) angegeben (manchmal auch in dpi, aber das ist nicht richtig, denn dpi steht für "Dots per Inch" und Dots sind die Punkte eines Druckrasters). 1 Inch ist 2,54 cm lang.

Es ist also wichtig, dass Deine Bilder zunächst mal den richtigen Auflösungswert für den Druck haben (wenn sie nicht gedruckt werden sollen ist der ppi-Wert nicht so wichtig). Die Standardauflösung für den Druck ist 300 ppi. Einstellen solltest Du das in einem Dialog wie "Druckgröße" (Menü "Bild") in GIMP, weil er gewährleistet, dass sich dabei die Anzahl der Pixel nicht verändert und die Qualität der Bilder nicht leidet (siehe hierzu die Erklärungen weiter unten).

Zum Umrechnen Deiner Bildgröße bzw. der Größe Deiner Bildränder musst Du aber nicht Deine mathematischen Fähigkeiten bemühen, sondern kannst auch einen Online-Service wie diesen hier nutzen: https://www.blitzrechner.de/pixel-zentimeter-umrechnen/

Worauf ich sicherheitshalber auch noch hinweisen will: Beim Skalieren (vergrößern und verkleinern) von Bildern leidet immer die Bildqualität. Und zwar je stärker und je öfter man es tut, desto mehr. Skaliert man ohne Interpolation, werden die Bilder pixeliger, weil zu den bereits vorhandenen Pixeln einfach andere in den gleichen Farben hinzugefügt (bzw. welche gelöscht) werden. Es wirkt dann beim Vergrößern so, als seien auch die Pixel vergrößert worden. Skaliert man mit Interpolation, werden die Bilder immer etwas unschärfer, weil neue Pixel in Annäherungs- und Übergangsfarben berechnet werden. Das ist aber in den meisten Fällen weniger schlimm als der Verpixelungseffekt. Früher wurde für Digitalfotos immer die kubische Interpolation empfohlen (Linear nur für Grafiken). Mittlerweile gibt es aber auch noch andere, die in manchen Fällen bessere Ergebnisse liefern. Wie z.B. GIMPs "No Halo" und "Low Halo". Im Zweifel kann man Bilder aber auch noch nachträglich etwas nachschärfen. Das sollte man aber immer sorgfältig und vorsichtig machen. Dabei entstehen um Bildinhalte herum nämlich helle und dunkle Ränder (Halos), die man immer so gering halten sollte, dass sie nicht auffallen.

Ob Du das alles nun mit IrfanView, GIMP oder einem anderen Programm machst, musst Du entscheiden. Für GIMP gibt es zwei Plugins, die auch Stapelverarbeitung können: BIMP und David's Batch-Processor. Um die Umrechnerei wirst Du aber auch da nicht herum kommen. Und natürlich ist es in jedem Fall Voraussetzung, dass alle Bilder die gleichen Maße haben.

Wenn es nicht zu viele Bilder sind, könntest Du auch ein neues Bild in GIMP erstellen, das nur den Hintergrund in der Farbe des Rahmens hat und um soviel größer ist als Deine Bilder, wie sie es mit Rahmen wären. Dann könntest Du alle Bilder im Windows Explorer auswählen und in das Bild in GIMP hinein ziehen. Dort würden sie nun als Ebenen übereinander und exakt mittig liegen, und Du könntest das Bild exportieren (z.B. als JPEG oder PNG), dann die oberste sichtbare Ebene unsichtbar schalten und wieder exportieren usw. In dem Fall müsstest Du nicht umrechnen.
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Alt 20.02.2019, 15:34   #3
o0Julia0o
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Danke Dir, ursa major! Das mit dem 3 Abhängigkeiten habe ich inzwischen auch herausgefunden. Verstehen, tue ich es nicht Die Seite habe ich zur Rate gezogen. Aber irgendwie scheint das nicht zu stimmen.


Wenn ich ein Bild auf 9cm*13cm skaliere, dann kann ich 2 Einstellunge wählen:
Größe der Bilder nicht verkleinern: Ja oder Nein


Wenn ich die Größe nicht verkleiner, dann passt das mit den Rändern nicht. Die werden dann total mini. Da stimmt die Umrechnung dann nicht.


Wenn ich sie verkleiner, passt das.


Mein Ziel:
Fotos ausdrucken lassen bei DM, Rossman & Co. in 9*13

https://www.fotoparadies.de/fotos/fotoabzuege.html


Meine Quelle:
Fotos:


Wenn ich nun die Option "Größe der Bilder nicht verkleinern" auf Nein setze, dann sehen die Fotos gut aus, und die Randberechnung stimmt ebenfalls, welche ich immer nach der Verkleinerung auf 9*13 mache. Jedoch, wenn ich nur etwas heranzomme, sehen die Fotos super verpixelt aus(also nicht viele, sondern wenige Pixel oder halt viele gleiche nebeneinander).


Da die Randberechnung aber dann möglich ist, meine Frage:
Ist das egal mit dem Pixellook, weil beim DM-Ausdruck man keinen Unterschied erkennen könnte zu dem Foto, wessen Option auf "Größe der Bilder nicht verkleinern" auf Ja steht? Denn bei Ausdruckgröße 9*13 werden identisch viele und große Pixel ausgedruckt. Nur wenn ich jetzt bei DM/Rossman auf 10*13 oder größer drucken wrüde, wäre ein Qualtitäsunterschied Unterschied sichtbar?


Ich hoffe, man versteht einigermaßen, was ich meine.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
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Geändert von o0Julia0o (20.02.2019 um 15:52 Uhr)
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Alt 20.02.2019, 16:49   #4
ursa major
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Wie die Fotos wirklich aussehen, ob verpixelt oder nicht, kann man auf dem Bildschirm immer am besten beurteilen, wenn man sie in Originalgröße betrachtet. In GIMP muss man dafür nur die Taste "1" auf der Tastatur drücken (in IrfanView 100% in der Zoom-Box). Wenn man in ein Bild hinein zoomt sieht es natürlich immer pixeliger aus als es ist, weil die Pixel dann ja größer angezeigt werden.

Das mit der relativen Auflösung ist eigentlich ganz einfach. Du hast die Breite und die Höhe, die jeweils durch die Anzahl der Pixel definiert sind, aus denen das Bild ja besteht. Nun haben Pixel aber keine feste Größe in Zentimetern/Millimetern. Das kannst Du z.B. daran sehen, dass Du Dir ein und das selbe Bild auf verschieden großen Bildschirmen in seiner Gänze ansehen kannst, ohne dass Du es dafür skalieren oder zoomen musst. Auf den kleineren Bildschirmen sind halt die Pixel kleiner, auf den größeren größer. Mein Bildschirm hat z.B. eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Die Bildschirmdiagonale weiß ich grad gar nicht, aber es gibt auch kleinere und größere Bildschirme mit der gleichen Auflösung. Also muss man dem Drucker irgendwie verklickern wie groß die Pixel sein sollen, damit er sie aus der digitalen in die wirkliche Welt herüber holen kann. Und da hat man sich halt für 300 ppi entschieden, weil die Pixel dann so klein sind, dass das menschliche Auge sie nicht erkennen kann, auf der anderen Seite aber auch die Dateigröße nicht unnötig aufgeblasen wird.

Du musst Dir nur mal den Unterschied vorstellen zwischen 300 farbigen Quadraten (Pixeln), die auf eine Strecke von 2,54 cm verteilt sind und 72 farbigen Quadraten auf die gleiche Strecke. In letzterem Fall sind die Pixel mehr als vier mal so groß wie in ersterem. Das ist ein gewaltiger qualitativer Unterschied, zumal man sich halt auch immer klar machen muss was das für die Details des Bildes bedeutet. Pixel sind ja einfarbige Quadrate. Was kleiner als ein Pixel ist kann somit gar nicht dargestellt werden. Und was nur etwas größer ist wird verwaschen und verschoben. Daher ist eine höhere Auflösung immer besser.

Diese Sache mit Rand zufügen habe ich übrigens so noch nie gemacht. Bei einzelnen Bildern schon, aber noch nicht in Stapelverarbeitung und schon gar nicht mir IrfanView. Daher kann ich das jetzt auch nicht so im Detail sagen.
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Alt 20.02.2019, 17:12   #5
o0Julia0o
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Dankeschön. Alsol die Quellbilder haben 72dpi 1824*2736 Pixel. Wie man auf dem Bild ja sieht.


Und diese Fotoservices bei DM & Co. drucken in 300 DPI?


Wenn ich also ein Foto verkleinere auf 9*13 - dann sollte ich die Größe beibehalten. Somit hat das Bild ja nicht nachher 224*382 Pixel bie 9cm*13cm Größe. Sondern in etwa genausoviele Pixel.


Und da DM-Fotoservice in 300 DPI ausdruckt, erhalte ich somit bessere Qualität. Weil die 224*382 Pixel auf 72 DPI Qualität sind. Und ich für 300 dann 4,16 fach höhere Pixeldichte benötigen würde, wenn ich auf 300 DPI ausdrucken lasse. Wenn ich also auf dem Bildschirm(72 dpi laut deiner Umrechnungsseite) die Quelldatei(72 DPI) angucke, dann müsste ich 224*4,16 & 382 * 4,16 rechnen. Also 932*1591 Pixel mindestens haben, um keine schlechtere Ausdruckqualität zu haben.


Nur dann bleibt das Randproblem. Mit Gimp alles manuell zu machen, würde Jahre dauern
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Alt 20.02.2019, 19:27   #6
ursa major
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Also grundsätzlich braucht man sich um nichts weiter kümmern, wenn man Fotos zum Fotodienst gibt. Da muss man auch die relative Auflösung nicht umrechnen. Darum kümmern die sich. Dein Problem entsteht eigentlich nur dadurch, dass Du einen Rand in Zentimetermaßen hinzufügen willst (wie viel Rand übrigens?).

Das scheiint auch in IrfanView das eigentliche Problem zu sein. Ich habe das gerade mal ausprobiert. Das Bild auf die gewünschten Maße zu bringen ist nicht so das Problem. Aber scheinbar rechnet IrfanView den Rand immer dazu, wodurch die Bilder dann wieder größer werden. Und da das nur in Pixelmaßen möglich ist, ist das ein bisschen komplizierter. Kann man nicht beim Fotodienst auch bestellen, dass die Bilder einen Rand haben sollen?
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Alt 20.02.2019, 21:36   #7
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Danke. Ich kopiere die fertigen Bilder auf USB_Stick, stecke diesen in den Rossman-Automaten & klicke auf 9*13 ausdrucken. Da kümmert sich Niemand. Die können meine Quelle ja nicht verändern. Einen Rand kann man nicht bestellen. Auf den Rand kommt auch noch etwas drauf. Von daher eh unsinnig. Das gleiche beim Online-Foto-Dienst. Wenn ich zu geringe Auflösung habe, dann kann es zu schlecht sein. Ist die Frage ob meine Berechnung stimmig ist...



Man kann auch negative Werte als Rand eingeben bei Irfanview.
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Alt 20.02.2019, 23:13   #8
ursa major
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Ah okay, auf negative Werte bin ich gar nicht gekommen. Dabei ist das naheliegend. Dann sollte das eigentlich kein Problem sein. Außer dass halt vom Bild etwas verloren geht, durch den Rand. Und man muss von Pixel in Zentimeter umrechnen. Wenn ich wüsste wie breit der Rand werden soll, konnte ich das machen. 1 cm Rand z.B. würden bei 300 ppi 118 Pixeln entsprechen.

Auch solltest Du darauf achten, dass Du proportional verkleinerst. Dafür hat IrfanView ja eine Checkbox, die Du anhaken solltest. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Bild leicht verzerrt wird. Du brauchst dann weiter oben eigentlich nur die Breite eingeben, denke ich. Bei den Maßen des Quellbildes wird das Ergebnis eine Kleinigkeit höher als 13 cm. 0,5 cm, wenn ich es recht erinnere. Die müsstest Du dann vielleicht noch vorher abschneiden, sofern das in Irfan View geht. Sonst würde wohl entweder der obere, untere oder beide Ränder schmaler werden als beabsichtigt. Wegen des festen Formats von 9 x 13 cm.

Und wie gesagt wäre es für die Bildqualität wichtig, dass Du nicht zu wild herums kalierst. Verkleinern ist prinzipiell weniger problematisch als vergrößern, aber man sollte es trotzdem nicht übertreiben und möglichst nur einmal machen.

Einen grundsätzlichen Tipp übrigens noch: Man sollte nie die Quellbilder überspeichern. Sonst sind sie verloren, wenn man sie in der Bildbearbeitung verpfuscht.


Edit: Früher konnte man übrigens mal wahlweise die Fotos auch mit weißem Rand bekommen. Habe lange keine mehr bestellt, daher weiß ich nicht wie das heute ist.

Geändert von ursa major (20.02.2019 um 23:30 Uhr)
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Alt 21.02.2019, 19:39   #9
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Danke. In der Dateiinfo vom Bild steht 72dpi. Aber DM druckt ja evlt. mit 300 DPI.


Ich orientiere mich aber für den Rand an den 72dpi mit dem Rechner: https://www.blitzrechner.de/pixel-zentimeter-umrechnen/


1cm = 28 Pixel, sagt mir dieser. Ich möchte nun 1cm Rand aufschlagen. Ich gucke mir das Bild danach in Windows10 an mit der Windows-Fotoanzeige(ohne mit dem Mausrad zu zoomen). Der Rand ist aber kleiner als 1cm.
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Alt 21.02.2019, 19:45   #10
ursa major
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Du meinst, weil das 0,988 cm sind. Ich denke, dass das daran liegt, weil Pixel unteilbar sind. Daher kommt man oft nicht auf die exakten Werte, sondern meist nur auf Annäherungswerte. Man müsste sonst für manche Zentimeter-Werte von den Pixeln etwas abschneiden können. Und das geht halt nicht. Es sei denn mit einer höheren Auflösung, wodurch die Pixel dann kleiner würden. Ich weiß aber nicht ob Dein Fotodienst damit klar käme. Ist auch eher unüblich. Außer bei Kunstdrucken.
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